Aufzugsanlage mit Schachtgerüst

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Planung und Projektierung einer Aufzugsanlage mit Schachtgerüst als Vorsatz vor die vorhandene Fassade. Fördertechnische Erschließung aller 6 Etagen in behindertengerechter Form nach EN 81-70.

Eine Besonderheit des Projekts leitete sich aus der Baugenehmigung ab. Da die öffentlichen Verkehrswege nicht weiter eingeschränkt werden durften, resultierten für das Schachtgerüst hieraus eine sehr geringe Abstandsfläche zum Gebäude (2,0m) und eine Bebauungshöhe von max. 18,28m.

Ein Höchstmaß an Logistik

Zur Anbindung der Aufzuganlage an das Gebäude mussten zuerst die freihängenden Fassadenplatten bauseitig unterfangen und im Anschluss die erforderlichen Türbereiche aufgeschnitten werden. Hierzu war ein Gerüst erforderlich, das auch von mehreren Gewerken (Fassade, Sonnenschutz und Aufzug) zeitgleich benutzt werden musste.

Die Aufstellung des Schachtgerüstes erforderte ein Höchstmaß an logistischer Koordination. Das Gebäude liegt an einer Haupteinfallstraße mit einem immensen Verkehrsaufkommen in Düsseldorf. Für die Aufstellung des Aufzugsgerüstes wurde lediglich ein Zeitfenster von vier Stunden eingeräumt. Ein sehr hoher logistischer Anspruch, da keinerlei Vorbereitungen (z.B. Aufstellung eines Kranes) vorgenommen werden konnten, sondern alle Arbeiten minutiös nach Zeitplan erfolgen mussten.

Parallel zur Aufstellung eines Kranes wurde das dreiteilige, komplett vormontierte Schachtgerüst mittels zweier 18 t - LKW in den Produktionshallen verladen, zum Aufstellort gefahren und dort Zug um Zug aufgestellt. Mit erhöhter Montagekapazität und höchstem Einsatz aller Beteiligten konnte das vorgegebene Zeitfenster eingehalten werden.

Nach fester Anbindung des Schachtgerüstes an das Gebäude wurden die seitlichen Anschlussbleche aufgemessen, gefertigt und montiert. Gleiches gilt für die Übertritte zum Gebäude wie auch für die Mauerumfassungszargen, die unmittelbar an die bauseitig vorgesetzten Brandschutztüren herangeführt wurden.

Abschließend erfolgte die Sachverständigenabnahme durch den TÜV-Rheinland. Die Aufzugsanlage konnte mängelfrei zertifiziert an den Kunden zur Inbetriebnahme übergeben werden.

Eckdaten Projekt

  • Indirekt hydraulischer Seilaufzug
  • Tragkraft von 630 KG / max. 8 Personen
  • Schachtabmessungen inkl. Glasschachtgerüst 1830 mm X 2000 mm (B x T)
  • Schachtgrube 1300 mm Tiefe, Schachtkopf 3450 mm bei einer Gesamthöhe des Gerüstes inkl. Dachaufbau von 18,22 m.
  • Kompaktaggregat mit Steuerung in Aggregatschrank im Kellerbereich positioniert, da kein üblicher Maschinenraum zur Verfügung stand.
  • Gerüst mit aufgesetzter, klarer VSG Verglasung in RAL Farbton Kobaltblau.
  • Die außen voll verkleidete Kabine wurde in dem RAL Farbton violettblau lackiert.
  • An der Kabinenunterseite wurden zusätzliche LED-Strahler für einen farblichen Aspekt angebracht.

Bildergalerie

Projektleiter W+W

Peter Bongen

Tel.: +49 211 73848 23
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Auftraggeber

Düsseldorfer Drogenhilfe e.V., Düsseldorf
Herr Joachim Alxnat
(Geschäftsführer)

Architekten / Planer

Frau Dipl.-Ing. Jacobsen,
Herr Dipl.-Ing. Jacobsen,
Architekten BDA, Düsseldorf